
Gewinderollen
Verschleißfestigkeit durch Kaltverformung
Rollen von Trapezgewindetrieben
Beim Rollen wird das Gewinde durch Kaltverformung in den Werkstoff gewalzt, statt es spanend zu schneiden. Dadurch bleiben Materialfasern intakt, was zu höherer Festigkeit, exzellenter Oberflächengüte und geringer Reibung führt.
Rollen
Gewinderollen, auch als Gewindewalzen bekannt, ist ein hocheffizientes Verfahren zur Herstellung von Trapezgewindetrieben. Beim Gewinderollen wird das Gewinde durch plastische Verformung des Werkstücks erzeugt. Dies geschieht durch die Anwendung von Druckspannungen mittels spezieller Werkzeuge, die das Gewindeprofil auf das Werkstück übertragen.

Ihre Vorteile in einem Blick
- Erhöhte Verschleißfestigkeit
Durch die Kaltverfestigung beim Rollen wird das Material im Gewindebereich verdichtet, was zu einer höheren Oberflächenhärte und damit zu einer deutlich verbesserten Verschleißfestigkeit führt. - Höhere Zug- und Biegewechselfestigkeit
Die Faserstruktur des Materials bleibt beim Rollen ununterbrochen, was die mechanische Belastbarkeit gegenüber geschnittenen Gewinden deutlich erhöht. - Verbesserte Oberflächengüte
Die presspolierten Gewindeflanken weisen eine sehr glatte Oberfläche auf, was die Reibung reduziert, und die Lebensdauer erhöht. - Hohe Profilgenauigkeit
Das präzise Vormaterial und das kontrollierte Rollverfahren ermöglichen eine exakte Gewindeform mit hoher Wiederholgenauigkeit.
- Geringere Rissanfälligkeit
Da keine Materialtrennung erfolgt, entstehen keine Kerbwirkungen oder Mikrorisse, wie sie beim Schneiden auftreten können. - Wirtschaftlichkeit
Das Rollen ist ein schneller und materialeffizienter Prozess, der bei großen Stückzahlen besonders kostengünstig ist. - Geringerer Schmiermittelbedarf
Die glatte Oberfläche reduziert den Schmiermittelverbrauch und verbessert das Laufverhalten. - Umweltfreundlichkeit
Da kein Spanabfall entsteht, ist das Verfahren ressourcenschonender als spanende Verfahren.
Das Verfahren im Detail – Gewinderollen

Einsatzbereiche
Gerollte Trapezgewindetriebe eignen sich überall dort, wo Verschleißfestigkeit, Belastbarkeit und langlebige Leistung gefordert sind:
- Automatisierungstechnik
- Maschinenbau
- Medizintechnik
- Positioniersysteme und Linearantriebe
Vergleich: Rollen vs. Schneiden
Gerollte Spindel
- Kaltverformt: Der Faserverlauf bleibt erhalten
- Höhere Festigkeit und Oberflächengüte
- Geringere Reibung und Korrosionsneigung
- Kosteneffizient bei großen Stückzahlen
Geschnittene Spindel
- Spanend gefertigt: Der Faserverlauf ist unterbrochen
- Geringere Festigkeit & höhere Rauheit
- Höherer Verschleiß bei Dauerbetrieb
- Flexibler bei Sonderprofilen
Erweiterte Produktlösungen, Services und Zubehör
- Wir liefern komplette Baugruppen mit Fest- und Loslagerböcken sowie Mutteraufnahmen. Unser Schwerlastprogramm „Herkules“ bietet KGTs für höchste Belastungskräfte.
- Konstrukteure können Mutterzeichnungen in verschiedenen CAD-Formaten anfragen. Unsere Konstruktion stellt Ihnen im Auftragsfall gerne CAD-Daten für Ihren Gewindetrieb zur Verfügung.
- Zusätzlich bieten wir diverse Abstreifsysteme und Komplettabdeckungen für unsere Kugelgewindetriebe an, um Ihre Anforderungen umfassend zu erfüllen.
Produktvarianten und Anpassungen
Wir bieten Trapezgewindetriebe in verschiedenen Materialien, Längen und Toleranzklassen. Auf Wunsch realisieren wir Sonderanfertigungen, z.B. mit speziellen Enden, Bohrungen oder Oberflächenbehandlungen.
Unsere Fertigung ermöglicht eine flexible Anpassung an individuelle technische Anforderungen.

Technische Daten
- Steigungsgenauigkeit: 0,1 mm pro 300 mm
- Geradheit: 0,8 mm pro 1000 mm
- Keine Abblätterungen: optimale Oberflächenqualität
- Werkstoffe: Vergütungsstahl (C15) und Edelstahl (Niro) verfügbar
- Normen: Standard 1 m, 1,5 m, 2 m, 3 m – Sonderlängen auf Anfrage
- Durchmesser: 4 – 60 mm
- Güteklassen: GKI und KGII
- GKI: Steigungsabweichung 0,1 mm/300 mm; Geradheit 0,8 mm/1000 mm; Abblätterungen: unzulässig
- GKII: Steigungsabweichung 0,3 mm/300 mm; Geradheit 1,5 mm/1000 mm; Abblätterungen: zulässig



