Die Drehzahl beschreibt die Anzahl der Umdrehungen einer Welle oder Spindel pro Zeiteinheit und wird in der Regel in Umdrehungen pro Minute (U/min) angegeben. Sie stellt eine grundlegende kinematische Größe dar, aus der viele weitere Kennwerte, wie Umfangsgeschwindigkeit, Vorschubgeschwindigkeit oder Leistungsaufnahme, abgeleitet werden können.
In einem Kugelgewindetrieb bestimmt die Drehzahl der Spindel in Kombination mit der Steigung der Gewindespindel direkt die lineare Bewegung der Mutter. Die Vorschubgeschwindigkeit v ergibt sich dabei aus dem Produkt der Drehzahl n und der Steigung P gemäß v=n×P. Eine Erhöhung der Drehzahl führt somit zu einer höheren Vorschubgeschwindigkeit, solange die mechanischen und dynamischen Grenzwerte – etwa die kritische Drehzahl der Spindel oder die zulässige Drehzahl der Mutter – nicht überschritten werden.
In der Praxis begrenzen Faktoren wie Steifigkeit, Schwingungsverhalten und Schmierung den nutzbaren Drehzahlbereich. Daher erfolgt die Auslegung eines Kugelgewindetriebs stets unter Berücksichtigung der maximal zulässigen Drehzahl, um Laufruhe, Genauigkeit und Lebensdauer sicherzustellen.
